|
|
 |
Wurftechniken im Jiu-Jitsu
Unter diesem Motto trafen sich Judoka und Jiu-Jitsuka der LG Schleswig-Holstein im Dojo des TSUNAMI in Eckernförde.
Da erfahrungsgemäß Jiu-Jitsuka mit der Ausführung ihrer Würfe auf „Kriegsfuß“ stehen, wählte der Referent Wilfried Hoffmann (4 Dan Jiu-Jitsu) das Thema „ Wurftechniken SV angewandt im Jiu-Jitsu.„ Zur Veranschaulichung von Prinzipien und zur praxisgerechten Gestaltung des Trainings, ließ Wilfried Hoffmann die Lehrgangsteilnehmer ihre Gi-Jacken ausziehen und mit T-Shirt als Oberbekleidung die vorgegebene Würfe zu jeweils verschiedenen Formen von Angriffen üben. Fast jeder Teilnehmer machte nun die Erfahrung, dass die sonst so häufig geübten Würfe ohne den Griff an die Jacke nicht so richtig zu funktionierten schienen. An diesem Punkt angekommen erklärte W. Hoffmann die zweckmäßigste Art zu greifen oder zu klammern, um trotzdem erfolgreich zu seiner Wurftechnik zu gelangen und damit einen Angriff abzuwehren.
Zu vielfältigen Angriffssituationen wurden dann nacheinander Würfe von ashi-waza bis sutemi-waza geübt. Aus den Erfahrungen seiner reichhaltigen aktiven Wettkampfzeit im Judo und Jiu-Jitsu ist W. Hoffmann der wohl prädestinierteste Referent in Schleswig-Holstein, der die Inhalte dieses Themas für alle Lehrgangsteilnehmer sehr anschaulich und überaus dynamisch vermitteln konnte.
Neben dem reinen Wurftechnik-Training waren für die Teilnehmer dieses Lehrganges auch noch andere Aspekte von Nutzen. So kann das Gelernte dazu genutzt werden bei anstehenden Prüfungen im Jiu-Jitsu nicht reine Judowürfe zu demonstrieren, sondern die Würfe in realistischen SV-Situationen dynamisch darzubieten.
Auch die Wettkämpfer unter den Teilnehmern konnten für ihre Teilnahme an offenen Meisterschaften, bei denen ihre Gegner oft Wettkampfbekleidung ohne feste Jacke tragen, einige Fassarten erlernen, um trotzdem einen Griff anzusetzen und mit Würfen zu punkten.
Schließlich sind die geübten Techniken auch „für die Straße“ tauglich, wo nicht jeder Angreifer eine Lederjacke oder einen Parka trägt bzw. wenn im Sommer oder in geschlossenen Räumen, luftige Bekleidungen getragen werden und eine SV-Situation auftritt.
Nach drei Stunden intensiver Anleitung und ausgiebigen Übens nahmen alle Sportler viele wertvolle Anregungen mit nach Hause in die eigenen Vereine, um die erlernten Techniken weiter üben und verfeinern zu können.
Text: P. Hansohm / G. Soika Bilder: G. Soika
|
|
 |
|
Besucher |
- Anzahl Beitragshäufigkeit
- 65276
|
|